Peter Langheim – Vater des BioYoga (1)

Unter Yoga versteht jeder etwas anderes. Eine einheitliche Definition gibt es nicht. Deshalb wollen wir mit diesem eBook auf eine Erkenntnisreise gehen, was Yoga alles ist und sein kann. Als Transportmittel benutzen wir die Lebensgeschichte von Peter Langheim, eines ruhigen, klugen und lebensfrohen Mannes, der zu den Pionieren deutscher Yogakultur gezählt werden kann.

Fragt man Peter Langheim, den Wortschöpfer des  Begriffs „BioYoga“, was mit seinem Yogabegriff gemeint ist, dann antwortet er mit großer Überzeugung: „Yoga ist Leben!

Bio heißt Leben und Yoga wird in der Regel mit den Begriffen Vereinigung und/oder Integration übersetzt. Als dieser Mann also Anfang 1932 in Hamburg das Licht der Welt erblickt, da ward ihm nicht an der Wiege gesungen, dass er einmal einer der frühen Boten professioneller Yogalehre in Deutschland werden würde. Denn die Rahmenbedingungen dafür waren zunächst einmal alles andere als günstig. In seinem Geburtsjahr wurde aus Adolf Hitlers österreichischer Staatsbürgerschaft eine deutsche. Damit war die Voraussetzung für Hitlers Folgen schwere politische Karriere gelegt.

Adolf Hitler hat sich, so ist es überliefert, tatsächlich mit der Yogalehre befasst, sie dann aber als kontraproduktiv für seine Zwecke bewertet, da diese Lehre sich um die Stärkung eines gesunden Individuums bemüht, um das Bewusstsein für das eigene Wohlergehen und einer daraus resultierenden Verantwortung für das Wohl anderer. Dieses Denken war nicht vereinbar mit dem national-sozialistischen Gedankengut was ihn deshalb auch nicht davon abhielt die „arische Rassenlehre“ so zu verfremden, dass der Ursprung unkenntlich wurde: denn die Bezeichnung „Arier“ wird für Menschen aus dem indo-iranischen Sprachgebiet benutzt, die vor mehreren zehntausend Jahren im heutigen Iran und im nordwestlichen Teil Indiens lebten. Auch das uralte indische Glückssymbol des Sonnenrades – was bis heute unter anderem im Hinduismus verehrt wird – wurde von den Nazis für das Hakenkreuz missbraucht.

Wegen dieser Verfremdung altindischer Kultur hat es Boris Sacherow (Begründer der ersten deutschen Yogaschule in Berlin) in den 30er Jahren vorgezogen, diese als „Schule für indische Körperertüchtigung“ kenntlich zu machen.

Somit war Yoga in jener Zeit zwar bekannt, aber nicht wirklich populär. Nur wenige deutsche Intellektuelle haben sich mit der indischen Kultur intensiv befasst und sich mit den Texten der VEDA beschäftigt. Diese indischen Weisheitstexte, auf die der Hinduismus fußt, gehen ebenfalls weit in die vorchristliche Zeit zurück und haben Hermann Hesse 1922 zu seiner Erzählung „Siddhartha“ angeregt, in der ein junger Mann, der den Vornahmen Buddhas trägt, sich auf den „Weg der Erkenntnis“ macht und dabei mit den Widrigkeiten der menschlichen Natur kämpft.

Siddhartha als Hörbuch

Die Befreiung aus dem leibhaften Zustand des weltlichen Daseins (moksha) ist, und das war Hermann Hesse bekannt, ein elementarer Bestandteil dieser altindischen Überlieferungen und derer zufolge nur sehr wenigen Menschen vergönnt. Einer dieser wenigen war Paramahansa Yogananda, dessen „Autobiographie eines Yogi“ Peter Langheim als junger Mann las. Dabei stieß er auf eine vollkommen neue Gedankenwelt, und beschreibt dieses Buch als die Initialzündung für alles das, was dann in seinem Leben in Bewegung kam.

l

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s